Chronik der Familie BomertBand 2 · Die 1te bis 4te Generation

Anhang C · Unvollständig, wie im Manuskript vermerkt

Register

Literatur · Maße · Begriffe · Namen · Orte

Das Manuskript führt diesen Anhang mit dem Vermerk „Unvollständig“ und nennt darin Literatur, Abkürzungen, ein Begriffslexikon sowie ein Namens- und ein Ortsverzeichnis. Ausgearbeitet ist davon bislang nur das Begriffslexikon — es beginnt mit dem Stichwort Liberum Veto. Diese Seite trägt zusammen, was über den ganzen Band verstreut belegt ist: die Quellen, die Einheiten, die Begriffe und die Namen, unter denen die Familie in den Urkunden erscheint.

Literatur und Quellen

Was der Band benutzt

Drei Werke kehren im Text ständig wieder: Maerckers Kreischronik für die Verhältnisse in den Dörfern, die Kontributionskataster für die Zahlen und das Słownik Geograficzny für die Zeit in Russisch-Polen. Daneben stehen die Archivalien.

Darstellungen

  • Kreis SchwetzMaercker: Geschichte des Kreises Schwetz. Das Standardwerk für Dörfer, Rechte, Lasten und Besitzer im Kreis Schwetz.
  • DorflexikonSłownik Geograficzny Królestwa Polskiego, mehrbändig, in polnischer Sprache, 1880er Jahre. Grundlage für die Dörfer der vierten und fünften Generation in Russisch-Polen.
  • PolenNorman Davies: Im Herzen Europas — Geschichte Polens. Nach Heart of Europe. A short History of Poland, Oxford 1984 und 1986; deutsche Ausgabe, 4. Auflage 2006.
  • SoldatenfamilienBernhard Lindenblatt: Preußenland. Geschichte Ost- und Westpreußens 1701–1945. Kiel 2001, S. 66–67 — die einzige im Text zitierte sozialgeschichtliche Darstellung zum Leben einer Soldatenfamilie.
  • MennonitenHorst Penner: Die ost- und westpreußischen Mennoniten. Enthält das Nachlassverzeichnis eines Pachthofs von 1744, das im Anhang 5 wiedergegeben ist.
  • MilitärCurt Jany: Geschichte der Kgl. Preußischen Armee, Bände 1 bis 3 · Otto Büsch: Militärsystem und Sozialleben im alten Preußen 1713–1807 · Ranglisten der Kgl. Preußischen Armee von 1808, 1809, 1812 · A. v. Lyncker: Die preußische Armee 1807–1867 und ihre sippenkundlichen Quellen.
  • TeilungenBömelburg / Kizik zur preußischen Politik in Westpreußen · Schmidt · Hackmann · Krzeminski · Czesław Miłosz: Geschichte der polnischen Literatur. Die Zitate des Anhangs 7 sind im Manuskript jeweils namentlich zugeordnet.
  • ZeitschriftDie Gartenlaube (1856). Ernst Keil, Leipzig 1856. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource.

Archivalien

  • KirchenbücherKatholische Kirchspiele Swiete / Schwenten, Swiecie / Schwetz, Nowe / Neuenburg, Przesiersk / Heinrichsdorf, Lipowiec Kościelny, Szrensk, Bielsk; evangelische Kirchspiele Groß Nebrau, Graudenz, Mlawa, Bischofswerder.
  • ArchiveEvangelisches Zentralarchiv Berlin, Bestände EZA 980/6190, 980/6194, 980/6220, 980/6881 · Archion · Militärkirchenbücher Danzig und Graudenz · Staatsarchiv Płock.
  • MormonenfilmeDie Film-Nummern 1194822, 1194825, 1497008, 17245, 172506 und 7949029 erschließen Register, deren Originale an Ort und Stelle nicht mehr zugänglich sind.
  • KatasterWestpreußisches Kontributionskataster 1772/73 mit den Anschlägen und Designationen für Marzy Nowe, Stwolno Niemieckie, Muntau, Schwenten und Groß Schönwalde.
  • AmtsblätterAmts-Blatt der Königlich Preußischen Regierung zu Marienwerder, 1819 (Nr. 27 vom 2. Juli) und 1830 · Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Marienwerder, Nr. 49/1939, Seite 9, Stadtbibliothek Graudenz (Steckbrief der Anna Maria Bommert).
  • SuchkarteiOnline-Portal der Ausländersuchstelle für Displaced Persons des Zweiten Weltkriegs — Fundstelle von 2023 zu zwei verschleppten Angehörigen (Anhang 1d).

Maße und Münzen

Was in den Urkunden gezählt wird

Die Quellen rechnen in preußischen Einheiten und in polnischen Gulden; die Körpergröße in Steckbriefen steht in Fuß und Zoll. Wer Angaben prüfen will, braucht beides.

Fuß
37,66 cm. Preußisches Längenmaß; im Steckbrief der Anna Maria Bommert Grundlage der Angabe „4 Fuß 4 Zoll“.
Zoll
Ein Zehntel Fuß, also 3,766242 cm. Eine Größe von 4 Fuß 4 Zoll entspricht damit rund 1,66 m.
Hufe (Hube)
Flächenmaß für bäuerlichen Besitz; regional verschieden groß. In Stwolno Niemieckie werden 29 Huben 13 Morgen hinter dem Damm und 3 Huben 17½ Morgen vor dem Damm genannt.
Morgen
Untere Flächeneinheit; 30 Morgen galten üblicherweise als eine Hufe.
Rute
Längenmaß für Wege, Dämme und Grenzen. Der Weichseldamm bei Stwolno Niemieckie war rund 800 Ruten lang.
Quadratrute
Kleinste Flächeneinheit der Kataster; erscheint in der Designation für Muntau als letzte Spalte der Hubenzahl.
Elle
Längenmaß für Stoff. Als Naturallohn sind 10 Ellen Flachsen, 10 Ellen Hemdenleinen und 3 Ellen zur Schürze und zu Schuhen verzeichnet.
Reichstaler (rt)
Hauptmünze der preußischen Kataster und Urkunden. Ein Leinweber zahlte 1772/73 einen Reichstaler, ein Eigenkätner sechzig Groschen.
Groschen (gr)
Untere Einheit zum Reichstaler.
Gulden (Gld.)
Preußische Gulden, in denen Einkaufsgelder für Zeitpachten gezahlt wurden. In Stwolno Niemieckie: 6.400 Gulden für das ganze Dorf.
Einkaufsgeld
Einmalzahlung, mit der sich Pächter in ein emphyteutisches Dorf einkauften. Eine Hürde, an der Instleute und Handwerker scheiterten.
Grundvermögen
Die nach preußischem Recht von 1819 für die Erlaubnis zu destillieren erforderliche Größe: 15.000 Reichstaler. Ohne sie blieb die Brennerei jenseits der Grenze.
Löhne
Per Hufe rechnete man einen Mittelknecht und eine Magd. Ein Großknecht konnte bis 16 rt und vier Hemden erhalten, ein Mittelknecht 10 bis 12 rt und drei Hemden, eine Magd 4 rt 40 gr.
Sold
Acht Groschen für fünf Tage — der Sold des einfachen Soldaten, von dem nach Lindenblatt keine Familie leben konnte.

Abkürzungen

Wie die Fundstellen zitiert werden

KB
Kirchenbuch. Ein Zusatz ordnet die Konfession zu: Kat(h). KB für katholische, Ev. KB für evangelische Register.
Ksp.
Kirchspiel — der Bezirk einer Pfarrkirche, in dem getauft, getraut und bestattet wurde.
EZA
Evangelisches Zentralarchiv Berlin. Die Bestandsnummer folgt dem Muster EZA 980/6220 (Kreis, Kirchengemeinde).
Archion
Das deutsche Kirchenbuchportal; die Bildnummer verweist auf die digitalisierte Seite.
Mormonen-Film-Nr.
Nummer eines von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage verfilmten Registers.
oo
Verheiratet mit. Mehrfachen Ehen wird mit 1. oo, 2. oo, 3. oo fortlaufend numeriert.
* und †
Geburt und Tod. Ist der Eintrag errechnet, steht „err.“ dabei; ist er geschätzt, nennt die Chronik eine Spanne, meist „± 5 Jahre“.
gm., pow., woj.
Polnische Verwaltungsbezeichnungen: Gmina (Gemeinde), Powiat (Kreis), Wojewodschaft.
rk, ev
In polnischen Urkunden die Kurzform für römisch-katholisch und evangelisch.
uxor, laboriosus, gorzelany, mularz, płociennik
Lateinische und polnische Berufs- und Personenbezeichnungen der Quellen: Ehefrau, Arbeiter, Brenner, Müller, Leinenweber.
„beurlaubt“
In preußischen Sterbeeinträgen die Angabe einer beurlaubten Militärperson — im Fall Christians von 1803 vermutlich eines beurlaubten Musketiers.

Begriffslexikon

Begriffe, die im Text ständig wiederkehren

Das Manuskript beginnt dieses Lexikon mit dem Stichwort Liberum Veto und dem Hinweis, dass es unvollständig ist. Die folgenden Einträge sind aus dem Text des Bandes selbst belegt.

Liberum Veto

„Freies Veto“ im polnischen Reichstag, dem Sejm. Dieses höchste Reichsgremium wurde von der hohen Geistlichkeit und den adeligen Magnatencliquen beherrscht, und seit 1505 konnte der König, welcher auch vom Reichstag gewählt wurde, nahezu nichts ohne die Billigung dieser Versammlung entscheiden. Die Beschlüsse des Sejm mussten praktisch einstimmig oder zumindest ohne Gegenstimme gefasst werden; legte ein einziger Abgeordneter sein Veto ein, war der Beschluss hinfällig. Die Verfassung vom 3. Mai 1791 hob dieses Recht auf — zu spät.

Adelsrepublik

Die Rzeczpospolita, die polnisch-litauische Adelsrepublik von 1569 bis 1795. Der König war Wahlkönig und wurde vom Sejm gewählt; die Macht lag beim Adel.

Sächsische Nacht

Die Zeit der sächsisch-polnischen Personalunion von 1697 bis 1763: Der sächsische Kurfürst war zugleich König von Polen. Die zuvor für ihre religiöse Toleranz gerühmte Adelsrepublik galt nun als Inbegriff der Rückständigkeit.

Königreich Polen, Kongresspolen, Russisch-Polen

1815 auf dem Wiener Kongress als Monarchie wiedererrichtet und dem Zaren unterstellt, der König von Polen blieb — daher Kongresspolen. Die Gliederung in zehn Woiwodschaften erfolgte 1867 nach der Eingliederung in das Russische Reich und bestand bis 1918; für diese Zeit steht Russisch-Polen.

Ostkolonisation und Repeuplierung

Die Ansiedlung von Menschen in den dünn besiedelten Gebieten östlich der Elbe, getragen von staatlicher Werbung. Grundlage war die durch Kriege geschaffene Unterbevölkerung: viel wüstes oder verlassenes Land.

Wüste Höfe

Verlassene, unbebaute Bauernstellen. Ihre Neubesetzung war das ausdrückliche Ziel des preußischen Einladungspatents vom 20. September 1711.

Freijahre

Die Jahre der Befreiung von allen öffentlichen Abgaben nach der Ansiedlung, abgestuft nach dem mitgebrachten Vermögen — sechs, drei oder ein Jahr.

Stände und Berufe im Dorf

Knecht und Magd
Gesinde im Haushalt des Bauern, ohne eigenen Hausstand; als Einwanderer auf königlichen Vorwerken angestellt, mit erhöhtem Lohn.
Einlieger
Wer kein eigenes Haus besitzt und zur Miete wohnt. Der Begriff entstand über grundbesitzlose Landarbeiter, die sich bei Bauern einmieteten und dafür arbeiteten.
Instmann
Landwirtschaftlicher Wanderarbeiter mit festem Kontrakt, meist über zwei bis drei Jahre; mietete Wohnung, Garten und etwas Land. Die Stellung der Familie in der zweiten Generation.
Eigenkätner
Auch Gärtner, Hintersasse, Kötner, Kossäte. Besitzer einer kleinen Stelle mit Haus und Garten; gehört zu den „kleinen Leuten im Dorf“.
Kleinbauer
Dreiviertel- oder Halbhufe, ohne alle Rechte der Altgemeinde.
Vollbauer
Pächter eines vollen Hofes; in Stwolno Niemieckie nur gegen 6.400 Gulden Einkaufsgeld.
Hofgut und Vorwerk
Gutsbetriebe in adliger oder königlicher Hand, abseits der Dörfer; sie nahmen Gesinde, Einlieger und Wanderarbeiter auf.
Emphyteuse
Erbpacht oder Zeitpacht gegen Einkaufsgeld, meist auf fünfzig Jahre. Sprachlich noch in „emphyteutisches Dorf“ gegenwärtig.
Kontributionskataster
Die preußische Steueraufnahme von 1772/73 nach der Annexion Westpreußens; erfasst Familienvorstände, Haushaltsmitglieder, Vieh und Landbesitz.
Designation
Das Personenstands- und Vermögensverzeichnis eines Dorfes, in Spalten: Namen, Beschaffenheit, Personen, Viehstand, Hubenzahl.
Krug und Krüger
Schänke, Kneipe oder Gastwirtschaft; der Krüger ist der erbliche Pächter des Krugs. Krüge lagen an Plätzen mit Wartezeiten — Kirche, Mühle, Fähre, Poststation.
Brenner
Polnisch gorzelany: Branntweinbrenner. Peters Beruf nach der Entlassung aus der Armee; die Lizenz war in Preußen an 15.000 Reichstaler gebunden.
Feldscher
„Halbarzt“, zwischen Arzt und Sanitäter angesiedelt. Die Rolle, die die Überlieferung Peter zuschreibt.
Kurrentschrift
Die alte deutsche Schreibschrift der Kirchenbücher; Grund, warum im Manuskript zahlreiche Einträge als „schwer zu lesen“ bezeichnet und transkribiert werden.

Namensverzeichnis

Familiennamen und ihre Träger

Im Manuskript ist dieses Verzeichnis nicht ausgearbeitet. Aufgeführt sind hier die Namen, die im Band mit einer Person verbunden sind — mit der Schreibweise, die die jeweilige Quelle verwendet. Der Filter durchsucht alle Zeilen, auch die Bemerkungen.

  • Bommert
    Die heutige Schreibweise der Familie; seit Peters Geburt 1778 fast ausschließlich amtlich, wie auch die Unterschrift seiner Frau Johanna zeigt.
  • Bomert
    Die Schreibweise des Verfassers für die Gesamtfamilie und die Stammbäume; in den Kapiteln des 18. Jahrhunderts die häufigste Form.
  • Pomert
    Die Form der frühesten Urkunden 1717 bis 1724 in Marzy Nowe, Czaple und Stwolno Polskie. Polnische Urkundenschreiber neigten dazu, das „B“ hart und das „o“ kurz und offen auszusprechen.
  • Bomnert
    Die Lesart in der Geburtsurkunde der Karolina von 1834 in Rumoka — wegen der ungeraden Zahl von Bögen für die beiden „mm“. Sie ist der schwache reale Anhaltspunkt der Herkunftslegende.
  • de Bonmert
    Der erfundene Name des französischen Offiziers aus Napoleons Stab. In Frankreich war kein Träger dieses Namens nachzuweisen.
  • Bomer, Bombert, Brom, Bromert, Brumunt
    Varianten aus den Kirchenbüchern des 18. Jahrhunderts: Godifridt Bomer 1770 in Tryll, Fridericus Bombert 1748 in Konopat, Michael Brom 1753, Paul Bromert 1750, Catharina Brumunt 1754.
  • Kurschinowsky
    Anna, aus Kommerau; heiratet 1797 Gottfried Friedrich (IV.) und stirbt als zweifache Witwe. Ihr Name erscheint auch als Kursynowska, Kursenowska und Kruszewska.
  • Böhmfeld
    Justina, auch Augusta, * 1785, Tochter des Brenners Johann Böhmfeld; erste Ehefrau Peters, † 1825 in Schakenhof an „Auszehrung“. In den Urkunden auch Boemfeld und Bemfelt.
  • Ottke
    Louise, * um 1793, einzige Tochter des „gewesenen Soldaten“ Johann Ottke aus Stangenwalde; zweite Ehefrau Peters, 1826 in Schakenhof geheiratet, zwischen 1827 und 1829 verstorben.
  • Greifhahn
    Johanna Sophia Ilsabe, * 21. Juli 1798 in Stralsund, † nach 1863; dritte Ehefrau Peters und Mutter von fünf Kindern. Eltern: Joachim Wilhelm Greifhahn aus Demmin und Sofia Dorothea Frank aus Klein Cordshagen. In polnischen Urkunden verstümmelt zu Grzyfanchow, Hanow und Ähnlichem.
  • Redder / Raeder / Roeder
    Elisabeth, * 1748 in Alt-Mühlbach, getauft am 17. März 1748 in Groß Nebrau; Ehefrau Gottfried Friedrichs (III.) und drei Mal verheiratete Witwe. Tochter des Dorfschmieds Johann Jacob Roedder.
  • Schroder
    Elisabeth, * 24. Juni 1718 in Graudenz, Tochter des Zimmermanns Wilhelm Schröder; heiratet 1740 in Graudenz den Schmiedegesellen Johann Jacob Redder.
  • Kottke / Gotkie
    Adam, Leinweber in Stwolno Niemieckie; heiratet 1737 die Witwe des Einwanderers, Catharina Bomert. Im Kataster von 1772/73 unter den Eigenkätnern, in seiner Sterbeurkunde von 1777 als Eigentümer geführt.
  • Boldt
    Georg, * 1712 in Stwolno Niemieckie; heiratet 1759 die Witwe Marianna Bomert in Klein Schwenten. Auch Bold und Bolt.
  • Cerclau, Pomplun
    Eva Cerclau, erste Ehefrau Peter (I.) 1753 in Groß Schwenten; Eva Pomplun, zweite Ehefrau 1757 in Grupa, Kreis Schwetz.
  • Rode
    Christine aus Klammer; heiratet in Schönsee den Kulmer Johann Bomert, † 1790. Gemeinsame Kinder: Eva, Peter (III.), Johann und Ferdinand.
  • Kummer
    Johann, preußischer Musketier vom Regiment von Hallmann, Kompanie des Hauptmanns von Brosart; 1786 zweiter Ehemann der Elisabeth Redder, † 1793 in Tarpen an „hitzigem Fieber“.
  • Malon / Mallon
    Johann, Einwohner und Eigenkätner in Kunterstein; 1796 dritter Ehemann der Elisabeth Redder, † 1803 in Neudorf nach einem Sturz.
  • Ludwikowski
    Florian, Leinenweber aus Freudenthal in Preußisch Eylau; heiratet im Januar 1843 in Mława die Witwe Johanna Bommert und versorgt ihre vier unmündigen Kinder mit.
  • Ladwich
    Fryderyk, Müller in Miaczyno Małe; heiratet 1831 in Szrensk Augusta Henrietta Bommert, die älteste Tochter Peters.
  • Perłowski
    Andrzey, Schneidermeister aus Narzym; heiratet 1837 in Lipowiec Kościelny Ludovika, die zweite Tochter Peters aus erster Ehe.
  • Stankiewicz
    Marcin, Schmied aus Chorzelach; heiratet 1857 in Bielsk Karolina Bommert, die Tochter aus Peters dritter Ehe.
  • Jakobi
    Henryk, Schmied; heiratet 1849 in Płock Karolina Bommert in erster Ehe.
  • Krajewska
    Wiktoria; heiratet 1851 in Jezewo Andreas Bommert, den ältesten Sohn Peters aus erster Ehe, von Beruf Maurer.
  • Sachs
    Josef; heiratet 1854 in Jezewo Paulina Joanna Bommert, die älteste Tochter aus Peters dritter Ehe.
  • Posciadlowska
    Anna aus Parzeń; heiratet 1863 in Płock den Müllergesellen Julian (Julius) Bomert — die Trauung, mit der dieser Band endet.
  • Zabel
    Luise Marie aus Groß Lunau, Kreis Kulm; heiratet am 29. November 1911 Gustav Friedrich Bommert aus der Kulmer Linie.
  • Knoll
    Catharina aus Muntau, Witwe des Jacob Knoll; heiratet 1796 Christian Bommert.
  • Felge, Bork
    Florentine Felge, * 1781, erste Ehefrau Wilhelms, † 1827 am „hitzigen Fieber“; Eva Bork aus der Mennonitengemeinde Graudenz, zweite Ehefrau Wilhelms, Ehe kinderlos.
  • Taez
    Helena, † 1814 in Floetenau an Abzehrung; Ehefrau des Johannes Bommert, Ehe kinderlos — er blieb „im Feld“.
  • Eggert, Axt, Crispin
    Friedrich Eggert, angeblich Ferdinand Axt und Johann Crispin — die späteren Ehemänner der Anna Kurschinowsky nach dem Tod Gottfried Friedrichs (IV.) 1812.
  • Schiefelbein
    Michael, auch Schywelben; heiratet am 25. November 1745 in Groß Schwenten Marianne Bomert, die Tochter des Einwanderers.
  • Stock
    Edward, Lehrer der Dorfschule in Dragonia; Hausherr der Kolonie Maszewo, in dessen Haushalt Paulina Joanna Bommert starb, einen Tag nach der Geburt ihrer Tochter Weronika 1863.
  • Krüger
    Carl Friedrich, in Graudenz inhaftiert; gab an, mit Anna Maria Bommert in Warschau in einem Liebesverhältnis gestanden zu haben.
  • Radyia, Ochomowa
    Johannes Radyia und Catharina Ochomowa, Taufzeugen der Taufe von 1741 in Stwolno Niemieckie.
  • Vornholz, Greske
    Johannes Vornholz und Catharina Greske aus Tryll, Taufzeugen der Taufe von 1772.
  • Dorau, Fischer, Witt
    Gottfried Dorau, Heinrich Fischer und Elisabeth Witt, Taufzeugen der Taufe Peters 1778 in Lubien.
  • Kühn, Kauth
    Johann Kühn und Anna Kauth, Taufzeugen der Taufe Wilhelms 1781 in Lubien.
  • Reschke, Schmidt
    Martin Reschke, Instmann in Schakenhof, und Friedrich Schmidt, Müller im Schakenhof — im Umfeld der Familie in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts.
  • Zawadzki
    Johann, Hauptmann von Schwetz und Danziger Kastellan; gibt 1642 die wüsten Hufen von Stwolno Niemieckie in Zeitpacht aus.
  • Jabłonowska, Jabłonowski
    Johanna, Fürstin und Starostin, vergibt 1741 Stwolno Niemieckie zu holländischer Gerechtsame; Fürst Jabłonowski als Starost von Schwetz empfängt 1745 das Einkaufsgeld von 6.400 Gulden.
  • Rüchardt
    Georg Leberecht, vermögender Kaufmann; erwirbt den Schakenhof, in dem Peter 1825 und 1826 als Brenner lebte, und errichtet dort ein Herrenhaus.
  • Pufahl
    Dana, Familienforscherin; hat nach den Worten des Verfassers „in selbstloser Hilfe an manchem Durchbruch entscheidend mitgewirkt“.
  • Schienke
    Bogdan und Otto Schienke, Helfer an der Chronik, neben den Brüdern Egon und Peter.
  • Maercker, Penner, Lindenblatt
    Die Gewährsleute für alles, was die Dörfer, die Mennoniten und das Leben einer Soldatenfamilie betrifft.
  • Davies, Miłosz, Kołłątaj
    Die Grundlagen des Anhangs über Polen: Norman Davies als Hauptgewährsmann, Czesław Miłosz zur „sächsischen Nacht“, Hugo Kołłątaj mit den Bekenntnissen von 1808.
  • Jany, Büsch, Lyncker, Bömelburg, Kizik
    Die militärgeschichtlichen und teilungshistorischen Gewährsleute der Anhänge 7 und 8.
  • Baudomirus
    Mönch des achten Jahrhunderts, Gründer des Klosters, dem der Ort Saint Bomer oder Saint Bomert nördlich von Paris seinen Namen verdankt.

Ortsverzeichnis

Orte und ihre Bedeutung in diesem Band

Aufgeführt sind die Orte, die im Band eine Rolle spielen — jeweils mit der Angabe, was dort geschah. Die Schreibweise folgt dem Manuskript: deutscher Name, polnischer Name oder beides.

  • Marzy Nowe
    Neu-Marsau, Starostei Swiece / Kreis Schwetz. Das Auswanderungsziel von 1717 bis 1724. Erster urkundlicher Nachweis der Familie 1717.
  • Stwolno Niemieckie
    Deutsch-Westfalen, Amt Schwetz. Wohnsitz der Restfamilie ab 1737; Geburtsort Gottfried Friedrichs (III.) 1741.
  • Stwolno Polskie
    Groß-Westfalen, Nachbardorf; dort 1724 die letzte Urkunde der zweiten Ehefrau Anna.
  • Muntawy
    Muntau, links der Weichsel. Im Kontributionskataster 1772/73 der Wohnsitz des Instmanns Gottfried Bommert — ohne Kuh und ohne Schwein.
  • Święte / Schwenten
    Kirchort der ersten drei Generationen; Groß Schwenten und Klein Schwenten zählten 1773 zusammen 48 Haushaltungen mit 215 Bewohnern.
  • Konopat Niemieckie
    Deutsch-Konopath, Kirchspiel Heinrichsdorf. Dritter Wohnsitz Johann Friedrichs (II.), 1747 bis 1748; dort die Eheschließung des Bruders Andreas 1748.
  • Mieliwko
    Mielevken bei Nowe / Neuenburg. Vierter und sechster Wohnsitz Johann Friedrichs (II.); 1753 der Beleg des Doppelvornamens.
  • Rychlowa, Rychlawa
    Bei Mieliwko im Norden des Kreises; dort 1753 die Patenschaft der Tochter Elisabeth.
  • Czaple
    Zappeln; dort 1721 eine Patenschaft des Einwanderers Friedrich (I.).
  • Tryll / Treul
    Emphyteutisches Dorf mit 40 Feuerstellen an der Weichsel. Erster Wohnsitz der Familie Gottfried Friedrichs (III.), 1770 Geburt der Zwillinge.
  • Klein Woltz
    Sehr kleines emphyteutisches Dorf mit 9 Feuerstellen unweit von Groß Nebrau; 1774 Geburt Christians.
  • Lubin / Lubien
    Groß Lubin mit 36 Feuerstellen und katholischer Kirche, Klein Lubin als erbliches Freidorf mit 8 Feuerstellen; 1778 Geburt Peters, 1781 die Wilhelms.
  • Voßwinkel
    Fosswinkel, kleines adeliges Bauerndorf mit 19 Feuerstellen und Wassermühle; Sterbeort Gottfried Friedrichs (III.) 1785.
  • Groß Nebrau
    Nebrau, rechts der Weichsel; evangelischer Kirchort, in dem Elisabeth Redder 1748 getauft wurde.
  • Graudenz
    Grudziądz, an der Weichsel. Festung Courbiere, Militärkirchenbuch, Wohnort Neudorf, Sterbeort Gottfried Friedrichs (IV.) 1812. Namensgeber der Graudenzer Linie.
  • Kulm
    Chełm, rund 50 km südlich von Graudenz; Namensgeber der Kulmer Linie. Dazu Groß Lunau, Rathsgrund, Neugut, Kölln und Klammer als Wohnorte dieser Linie.
  • Schönsee
    Wohnort von Johann Bomert und Ort seiner Eheschließung mit Christine Rode; in der Kulmer Linie.
  • Neudorf
    Bei Graudenz, unmittelbar an der Festung Courbiere. Geburtsort der Anna Maria Bommert 1805; letzter Wohnsitz ihrer Stiefgroßmutter Elisabeth.
  • Kunterstein
    Wohnort Johann Malons, des dritten Ehemanns der Elisabeth; 1796 dort die Eheschließung.
  • Wigodda / Wigoden
    Königlicher Erbpachtkrug mit 2 Feuerstellen; 1786 Eheschließung der Elisabeth mit Johann Kummer.
  • Stanislavken
    Stanislawo, königliches Dorf mit nur 3 Feuerstellen; 1790 Geburt Carl Kummers, 1793 sein Tod.
  • Tarpen
    Klein Tarpen und Tarpen bei Graudenz; 1793 Sterbeort Johann Kummers, später der Wohnort Wilhelms.
  • Tusch
    In Sichtweite der Festung Courbiere; 1796 der Wohnort Christians.
  • Grudziądz, Danzig
    Garnisonsorte Peters als Musketier: 1808 in Graudenz, 1811 in Danzig im Regiment Otto von Diericke.
  • Groß Schönwalde
    Szynwald im Nordosten des Kreises Graudenz; ab 1817 erster Wohnsitz nach der Entlassung, Brenner-Nachweis, Geburt des Henrich Wilhelm Napoleon 1818.
  • Schakenhof
    Szachowken bei Bischofswerder, Kreis Rosenberg; 1825 Tod der ersten, 1826 zweite Eheschließung Peters.
  • Koboszyn
    Bei Szrensk, pow. Mława; 1829 erster Wohnsitz in Russisch-Polen, neun Häuser und 115 Einwohner, Geburt der Paulina Joanna.
  • Miaczyno Małe
    Zwölf Häuser, drei aus Stein, 151 Einwohner, eine Mühle; einzige Erwähnung Peters als Gastwirt, 1831 Heirat der Augusta Henrietta.
  • Rumoka
    25 Häuser, 408 Einwohner; 1834 Geburt der Karolina, 1836 Geburt des Julian — des nächsten direkten Vorfahren.
  • Wisniewo
    Gmina Podkrajewo, pow. Mława; letzter Wohnsitz Peters, † 10. Februar 1842, danach der Witwe und ihrer Kinder.
  • Mława
    Kreisstadt in Russisch-Polen; evangelische Kirche, in der die Familie nach 1842 beurkundet wurde.
  • Szrensk, Lipowiec Kościelny
    Die katholischen Kirchorte der Familie in Polen; hier die Trauungen von 1831 und 1837 sowie die Taufen von 1834 und 1836.
  • Jezewo, Przeciszewo, Bielsk, Maszewo
    Stationen der Witwe Johanna und ihrer Kinder nach 1843, zwischen Sierpc und Płock gelegen.
  • Płock
    An der Weichsel; 1863 die Trauung Julians, mit der die Familiengeschichte dieses Bandes endet.
  • Warschau, Żyrardów, Żbików
    Die Ziele der Linien des 19. und 20. Jahrhunderts: Warschau-Wola und Żyrardów über Justin as Kinder, Żbików über Teofil, den Sohn des Andreas.
  • Stralsund
    Geburtsort der Johanna Sophia Ilsabe Greifhahn 1798, getauft in St. Jacobi; ihre Eltern heirateten dort 1797.
  • Hückeswagen, Halver
    Westrand des Sauerlandes; 1911 Ziel der „Hochzeitsreise“ Gustav Friedrich Bommerts. Bei Halver lagen die Höfe Niederbommert, Oberbommert und Königsbommert.
  • Großbruch, Grimma, Bad Lausick
    In Sachsen; um 1920 das neue Ziel der Kulmer Linie. Dort leben nach den Angaben des Manuskripts noch Nachfahren.
  • Paris, Saint Bomer
    Der Schauplatz der Herkunftslegende — und mit Saint Bomer nördlich von Paris der einzige reale Anhaltspunkt, den die Suche in Frankreich ergab.

Zur Schreibweise. Deutsche und polnische Namen wechseln in den Quellen und in der Literatur. Diese Ausgabe führt die Orte in der Form, die das Manuskript verwendet, und nennt die zweite Form dort, wo sie für die Suche gebraucht wird. Wer in polnischen Registern sucht, wird mit dem polnischen Namen arbeiten müssen; wer in preußischen Katastern sucht, mit dem deutschen.

Der Rest des Anhangs bleibt offen

Was hier steht, stammt aus dem Band selbst. Was fehlt, fehlt auch im Manuskript: Das Namens- und das Ortsverzeichnis im Anhang C sind dort nicht ausgearbeitet, und das Begriffslexikon bricht nach dem ersten Stichwort ab.

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